Wie erkenne ich Papierfischchen im Bett?
Papierfischchen im Bett erkennen: ca. 15 mm, grau-braun, drei lange Schwanzfäden. So grenzen Sie sie von Bettwanzen ab und prüfen einen B…
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Tauben halten Sie langfristig fern, indem Sie ihnen Landeplätze und Nistnischen baulich unzugänglich machen und zugleich jede Futterquelle beseitigen. Lückenlos gespannte Netze, stumpfe Spikes, Spanndrähte und verschlossene Nischen wirken in der Regel, solange sie intakt bleiben und gewartet werden. Für Attrappen, CDs, Ultraschall und Gerüche ist keine anhaltende Wirkung belegt. Der Taubenforscher Daniel Haag-Wackernagel (Universität Basel) stuft auf Distanz wirkende Abwehrmittel als unwirksam ein, weil Tauben lernfähig sind und sich schnell daran gewöhnen. Schon eine Nische von 15 × 15 Zentimetern genügt laut Umweltbundesamt für eine Brut.
Erlaubt ist nur Abwehr, die nicht verletzt. Das Tierschutzgesetz (§ 13 Abs. 1) verbietet Vorrichtungen, die vermeidbare Schmerzen, Leiden oder Schäden verursachen können. Angeschliffene Spikes, Klebepasten und lose hängende Netze fallen darunter.
Sitzt bereits ein Nest mit Eiern oder Jungtieren am Platz, darf der Zugang nicht verschlossen werden, solange es besetzt ist. Prüfen Sie außerdem, ob es überhaupt Stadttauben sind: Ringel- und Türkentauben sowie Gebäudebrüter wie Mauersegler sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt. Zuständig ist dann die Untere Naturschutzbehörde.
Am Balkon einer Eigentumswohnung entscheiden Sie nicht allein. Brüstung und Geländer sind laut Bundesgerichtshof Gemeinschaftseigentum. Ein sichtbares Netz braucht deshalb meist einen Beschluss der Eigentümer. Mieter sprechen jede Montage vorher mit dem Vermieter ab.
Taubenkot ist kein Grund zur Panik, aber auch nicht harmlos. Er kann den Ornithose-Erreger Chlamydia psittaci enthalten (DGUV Information 201-031). Gemeldete Erkrankungen sind mit durchschnittlich 15 Fällen pro Jahr in Deutschland selten (RKI). Entfernen Sie Kot deshalb angefeuchtet und nicht mit Besen oder Hochdruckreiniger.
Wirksame Taubenabwehr nimmt den Tieren den Platz, statt sie zu erschrecken. Mittel, die nur optisch oder akustisch abschrecken sollen, verlieren ihre Wirkung meist, sobald die Tauben merken, dass keine Gefahr davon ausgeht. Netze gehören nach Haag-Wackernagel bei fachgerechter Montage und regelmäßiger Wartung zu den wirksamen und tierschutzgerechten Systemen. Stumpfe Spikes verletzen Tauben nicht.
| Methode | Wirkung | Was Sie beachten müssen |
|---|---|---|
| Vogelschutznetz, straff und lückenlos | in der Regel langfristig wirksam | regelmäßig auf Löcher und Spannung prüfen; am Balkon Zustimmung der Eigentümer klären |
| Stumpfe Spikes, Spanndrähte | wirksam auf Simsen, Brüstungen und Vorsprüngen | nur nicht verletzende Ausführungen; Flächen vorher reinigen |
| Verschluss von Nischen und Öffnungen | entzieht den Brutplatz | vorher Brutstatus und geschützte Arten prüfen |
| Attrappen, CDs, Windräder | allenfalls kurzfristig | Tauben gewöhnen sich daran |
| Ultraschall, Geruchsstoffe | keine anhaltende Wirkung belegt | Gewöhnung, kein belegter Langzeiteffekt |
| Klebepasten und -gele | unzulässig | nach Einschätzung der Tierschutzbehörden tierschutzwidrig |
Jede bauliche Maßnahme bleibt wirkungslos, wenn in der Nähe weiter gefüttert wird oder offene Lebensmittel und Abfälle herumliegen.
Erlaubt ist Taubenabwehr, die Tiere fernhält, ohne sie zu verletzen oder festzuhalten. Der Tierschutzbeirat des Landes Niedersachsen nennt in seinen Empfehlungen zur tierschutzgerechten Bestandskontrolle von Stadttauben verletzende mechanische Systeme wie zugeschliffene Spikes, Nadeln oder Krallen als verboten. Klebepasten bewertet er als tierschutzwidrig. Die Landestierschutzbeauftragte Berlin kommt bei Klebepasten zum selben Ergebnis.
Auch ein grundsätzlich erlaubtes Netz wird zum Problem, wenn es durchhängt oder Lücken hat, denn Tauben können sich darin verfangen. Die regelmäßige Kontrolle nach der Montage gehört deshalb zur Maßnahme dazu.
Tauben ohne vernünftigen Grund zu töten, ist nach § 17 Tierschutzgesetz strafbar. Chemische Mittel sollten Sie nicht selbst ausbringen. Biozidprodukte unterliegen der Biozid-Verordnung (EU) Nr. 528/2012, ihr Einsatz gehört in die Hände IHK-geprüfter Schädlingsbekämpfer.
Vor jedem Netz oder Verschluss sollten Sie klären, welche Vögel das Gebäude tatsächlich nutzen. Die Stadttaube (Columba livia f. domestica) ist eine verwilderte Haustaube und naturschutzrechtlich in der Regel nicht besonders geschützt. Ringeltaube (Columba palumbus) und Türkentaube (Streptopelia decaocto) zählen dagegen zu den besonders geschützten europäischen Vogelarten (§ 44 Bundesnaturschutzgesetz).
An Fassaden und unter Dächern brüten zudem Mauersegler (Apus apus), Mehlschwalbe (Delichon urbicum), Haussperling und Fledermäuse. Laut Stadt Köln sind Mauersegler etwa von Ende April bis Mitte August anwesend, Mehlschwalben etwa bis Mitte September.
Wichtig: Die Verbote des § 44 BNatSchG gelten auch für Maßnahmen, die baurechtlich genehmigungsfrei sind (Merkblatt des Oberbergischen Kreises). Wer eine Nische verschließt, in der ein geschützter Vogel brütet, verstößt dagegen, auch wenn die Montage sonst zulässig wäre. Im Zweifel klärt die Untere Naturschutzbehörde Ihres Kreises oder Ihrer kreisfreien Stadt das Vorgehen.
Wer im Rheinland vor einer Netzmontage prüfen lassen möchte, ob am Haus geschützte Arten brüten, kann dafür einen erfahrenen Kammerjäger Leverkusen hinzuziehen.
Am Balkon einer Eigentumswohnung gehört Ihnen weniger, als viele annehmen. Nach dem Bundesgerichtshof (Urteil V ZR 114/09) umfasst das Sondereigentum am Balkon nur den Luftraum, den Innenanstrich und den Bodenbelag. Brüstung, Geländer und Bodenplatte sind Gemeinschaftseigentum.
Mit Urteil vom 18. Juli 2025 (V ZR 29/24) hat der Bundesgerichtshof zudem entschieden, dass eine bauliche Veränderung nach § 20 WEG keinen Eingriff in die Bausubstanz voraussetzt. Es reicht eine dauerhafte Maßnahme, die das Erscheinungsbild wesentlich verändert. Ein von außen sichtbares Taubennetz dürfte deshalb in der Regel einen Gestattungsbeschluss der Eigentümergemeinschaft brauchen.
Wie sich die Zuständigkeiten bei Befall grundsätzlich verteilen, erklärt der Beitrag Gemeinschaftseigentum vs Sondereigentum.
Mieter montieren nichts eigenmächtig, sondern melden das Problem schriftlich dem Vermieter. Diese Einordnung ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.
Taubenzecken und Vogelmilben bleiben zurück, wenn ein Brutplatz verschlossen wird, ohne ihn vorher zu reinigen. Die Taubenzecke (Argas reflexus) ist nachtaktiv, versteckt sich in Ritzen und Fugen von Dachstuhl und Mauerwerk und entwickelt sich über zwei bis drei Jahre (Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg). Die Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) geht nach derselben Quelle bisweilen auch auf den Menschen über.
Fehlen die Tauben als Wirt, können die Parasiten auf der Suche nach einer neuen Blutquelle in angrenzende Wohnräume gelangen. Bei Dachböden, Gauben oder Lüftungsschächten gehört deshalb die Reinigung und Untersuchung der alten Nistplätze zur Abwehr dazu.
Ob dafür eine einmalige Behandlung genügt oder eine wiederkehrende Kontrolle sinnvoll ist, erläutert der Ratgeber zur Ungezieferbekämpfung. Insektizide sollten Sie dafür nicht selbst einsetzen.
Taubenkot entfernen Sie am besten feucht und staubarm. Eine einzelne Taube produziert laut Umweltbundesamt jährlich rund 10 Kilogramm Nass- beziehungsweise 2,5 Kilogramm Trockenkot. Frischer Kot hat nach der DGUV Information 201-031 ein höheres Infektionspotenzial als alter, ausgetrockneter Kot.
Neben Chlamydia psittaci kann Taubenkot den Hefepilz Cryptococcus neoformans enthalten. Laut Robert Koch-Institut erkranken daran überwiegend Menschen mit geschwächtem Immunsystem.
Die BG BAU empfiehlt für Arbeiten an Taubenkot, das Material vor dem Abschaben zu befeuchten und weder Besen, Bürsten noch Hochdruckreiniger zu verwenden, weil sie Staub aufwirbeln. Tragen Sie dabei Handschuhe und Atemschutz.
Flächige Ablagerungen auf Dachböden oder in Schächten sind keine Aufgabe für den Hausgebrauch. Im Bergischen Land übernimmt ein regionaler Kammerjäger Solingen die Reinigung solcher Flächen mit passender Schutzausrüstung.
Eine Montage durch Fachbetriebe mit IHK-geprüften Schädlingsbekämpfern ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sicherheit, Artenschutz oder Hygiene eine Rolle spielen. Prüfen Sie Ihre Situation an diesen Punkten:
Treffen zwei oder mehr Punkte zu, klärt ein Vor-Ort-Termin mit Experta zuerst Art, Brutstatus und Montageort, bevor eine Maßnahme empfohlen wird. Wer in Essen oder im übrigen Ruhrgebiet wohnt, findet über die Seite für Essen Kammerjäger den passenden Ansprechpartner.
Für Hausbesitzer im Kreis Mettmann liegt es nahe, für Vorprüfung und Montage direkt einen Kammerjäger Hilden beauftragen zu lassen.
F: Ist es in NRW verboten, Tauben zu füttern? A: Das regeln die Städte in eigenen Verordnungen. In Köln ist das Füttern nach der Kölner Stadtordnung verboten und wird als Ordnungswidrigkeit geahndet (Stadt Köln). Das Verwaltungsgericht Münster hat ein solches Fütterungsverbot 2025 als rechtmäßig und mit dem Tierschutzgesetz vereinbar bestätigt. Was in Ihrer Stadt gilt, erfahren Sie beim Ordnungsamt.
F: Was ist das Augsburger Modell? A: Beim Augsburger Modell werden Stadttauben an betreute Taubenschläge gebunden. Dort werden die Eier gegen Attrappen ausgetauscht und kranke Tiere versorgt, sodass der Bestand ohne Tötung kleiner werden kann. Köln hat das Prinzip in einem Pilotprojekt am Hansaring aufgegriffen. Solche Schläge entlasten Innenstädte, ersetzen aber keine Abwehr am eigenen Gebäude.
F: Warum kommen Tauben immer wieder an denselben Platz zurück? A: Tauben kehren zurück, solange sie dort Futter und eine geschützte Nische finden. Ein Paar zieht laut Umweltbundesamt unter günstigen Bedingungen drei bis sieben Bruten mit je zwei Eiern pro Jahr auf. Scheuchmittel verlieren durch Gewöhnung meist schnell ihre Wirkung. Ist der Platz baulich unzugänglich und kein Futter mehr erreichbar, weichen sie in der Regel auf andere Orte aus.
F: Darf man ein Taubennest mit Eiern entfernen? A: Bei geschützten Arten wie Ringel- oder Türkentaube verbietet § 44 Bundesnaturschutzgesetz, Nester und Gelege zu beschädigen oder zu entfernen. Bei Stadttauben gilt das Tierschutzgesetz: Jungtiere dürfen weder eingesperrt noch ausgesperrt werden. Klären Sie das Vorgehen vorab mit dem Veterinäramt oder der Unteren Naturschutzbehörde und verschließen Sie den Platz erst, wenn das Nest nicht mehr besetzt ist.
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