0800 000 64 03
Mo - Fr: 07:30 - 18:00 | Sa: 09:00 - 14:30

Wie wird man ein Wespennest in der Wand los?

Alex Goldfarb, Geschäftsführer, IHK-geprüfter Kammerjäger
Autor
Alex Goldfarb
Geschäftsführer, IHK-geprüfter Kammerjäger bei Experta Schädlingsbekämpfung GmbH
LinkedIn-Profil ansehen ›

Ein Wespennest in der Wand lösen Sie, indem Sie es bis zum natürlichen Absterben im Herbst belassen oder von einem Fachbetrieb fachgerecht aus dem Hohlraum entfernen lassen – niemals durch Verschließen des Einfluglochs. Wespen stehen nach § 39 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) unter allgemeinem Schutz; eine eigenmächtige Tötung ohne vernünftigen Grund ist daher verboten. Liegt das Einflugloch weit von Fenstern und Türen entfernt, ist Abwarten in vielen Fällen die unkomplizierteste und rechtlich unbedenkliche Lösung.

Den Spalt mit Bauschaum, Acryl oder Klebeband zu verschließen, ist besonders riskant. Der NABU warnt ausdrücklich davor: Werden Einfluglöcher verschlossen, suchen sich die eingesperrten Tiere neue Wege und können sich durch Dämmung, Tapete oder Gipskarton in die Wohnräume vorarbeiten. Aus einem Problem an der Fassade wird so leicht ein Problem im Innenraum.
Wespennest in der Wand entfernen

Auch das Einsprühen handelsüblicher Insektizide in das Einflugloch löst das Problem in der Regel nicht. Es kann die Tiere nach innen treiben und gegen das Artenschutzrecht verstoßen. Handelt es sich um eine Hornisse (Vespa crabro), greift der besondere Artenschutz nach § 44 BNatSchG – jeder Eingriff bedarf dann einer Ausnahmegenehmigung der Unteren Naturschutzbehörde.

Wohnen Sie zur Miete, kann ein massiver Wespenbefall ein mietrechtlicher Sachmangel sein; die Kosten der fachgerechten Entfernung trägt laut Deutschem Mieterbund in der Regel der Vermieter. Und die Zeit arbeitet für Sie: Ein Wespenvolk ist einjährig und stirbt mit den ersten Frösten ab. Das alte Nest wird im Folgejahr üblicherweise nicht erneut besiedelt (Umweltbundesamt).

Was passiert, wenn Sie das Einflugloch verschließen?

Das Verschließen des Einfluglochs ist ein häufiger und folgenreicher Fehler bei einem Nest in der Wand. Ein Wespenvolk umfasst auf seinem Höhepunkt mehrere Tausend Tiere, die alle denselben Ausgang nutzen. Wird dieser mit Bauschaum oder Acryl verschlossen, fliegen die heimkehrenden Arbeiterinnen nicht einfach davon. Der NABU beschreibt, dass die Tiere unter Stress nach Alternativen suchen – und der weichste Weg führt oft nach innen. Gipskarton-Innenwände bieten dem Volk wenig Widerstand. So können innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen die ersten Wespen im Wohnraum erscheinen.

Können sich Wespen durch die Hauswand nach innen fressen?

Unter Druck – etwa nach einem verschlossenen Einflugloch – ist das möglich. Wespen nagen Baumaterial ohnehin zur Nestvergrößerung ab; bei EPS-Dämmung (Styropor), Holzweichfaser oder Tapete geht das vergleichsweise schnell. Solange der natürliche Ausgang frei bleibt, dringen die Tiere normalerweise nicht aktiv in den Wohnraum vor. Hören Sie jedoch deutliche Fraßgeräusche aus der Wand oder rieselt Dämmmaterial heraus, ist das ein Warnsignal: Das Volk arbeitet sich in eine neue Richtung. Spätestens dann sollte der Hohlraum nicht eigenmächtig geöffnet, sondern fachlich beurteilt werden.

Akutfall oder abwarten: Wann müssen Sie handeln?

Ob Sie eingreifen müssen oder warten können, entscheidet vor allem die Lage des Einfluglochs und das Risiko für die Bewohner. Als Faustregel gilt: Liegt das Nest fern von Fenstern, Türen, Terrasse und Kinderbereich, spricht meist nichts gegen ein Abwarten bis zum Herbst. Akuter Handlungsbedarf besteht dagegen, wenn im Haushalt Stichallergiker oder Kleinkinder leben, wenn das Einflugloch direkt an einem genutzten Bereich liegt oder wenn Fraßgeräusche aus dem Innenraum hörbar sind. Eine bekannte Insektengiftallergie mit Anaphylaxie-Risiko gilt nach den artenschutzrechtlichen Maßstäben als „vernünftiger Grund", der eine professionelle Gefahrenabwehr rechtfertigt.

Wie wird ein Wespennest in der Wand fachgerecht geortet?

Ein seriöser Fachbetrieb öffnet die Fassade nicht blind, sondern ortet das Nest zuerst – etwa mit einer Endoskop-Kamera. Über das vorhandene Einflugloch oder eine kleine Bohrung lässt sich der Hohlraum einsehen, ohne Putz, Klinker oder Dämmung großflächig zu beschädigen. So wird erkennbar, ob es sich um Gemeine Wespe (Vespula vulgaris), Deutsche Wespe (Vespula germanica) oder eine geschützte Hornisse handelt und wie weit das Nest reicht. Erst danach lässt sich entscheiden, ob eine Umsiedlung, eine punktuelle Behandlung oder das kontrollierte Öffnen der Wand sinnvoll ist.

Wer zahlt den Kammerjäger bei einem Nest in der Wand?

Bei Mietwohnungen trägt die Kosten in der Regel der Vermieter, nicht der Mieter. Der Deutsche Mieterbund ordnet einen erheblichen Wespenbefall am oder im Gebäude regelmäßig als mietrechtlichen Sachmangel ein, dessen fachgerechte Beseitigung zur Instandhaltungspflicht des Vermieters gehört. Melden Sie den Befall daher schriftlich und setzen Sie eine angemessene Frist. Die genaue Höhe der Kosten lässt sich pauschal nicht beziffern, weil baulicher Aufwand, Erreichbarkeit des Hohlraums und Artenschutzauflagen stark variieren. Eine schadenfreie Entfernung aus einer Hohlwand kann niemand garantieren – Putz oder Dämmung müssen je nach Situation geöffnet werden.

Was passiert mit dem Nest im Winter – und wie beugen Sie vor?

Ein leeres Nest ist harmlos; die eigentliche Schwachstelle ist der offene Hohlraum. Da das Volk einjährig ist und im Herbst abstirbt (Umweltbundesamt), zieht im alten Nest keine neue Generation ein. Das Risiko besteht allein darin, dass im Frühjahr eine Jungkönigin denselben oder einen nahen Hohlraum als Neststandort wählt. Sinnvoll ist deshalb, den nun leeren Spalt erst im Winter sachgerecht zu verschließen; wie Sie ein Wespennest dauerhaft entfernen und den Hohlraum dauerhaft sichern, lesen Sie in der zugehörigen Anleitung. Entdecken Sie im Frühling eine einzelne suchende Königin, lässt sich eine Ansiedlung oft noch verhindern, bevor das Nest in der Bausubstanz verankert ist – wie Sie in dieser Phase Wespen vertreiben, zeigt unser Ratgeber dazu.

Wann ein Fachbetrieb sinnvoll ist

Ein Wespennest in der Wand eignet sich kaum zum Selbermachen, weil es im Hohlraum sitzt und unter Artenschutz steht. Ein Fachbetrieb mit Sachkundenachweis ist sinnvoll, wenn mindestens einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:

  • Im Haushalt lebt eine Person mit bekannter Insektengiftallergie oder ein Kleinkind.
  • Das Einflugloch liegt unmittelbar an Fenster, Tür, Terrasse, Balkon oder Rollladenkasten.
  • Aus der Wand sind Fraßgeräusche hörbar oder es rieselt Dämmmaterial heraus.
  • Sie vermuten eine Hornisse (Vespa crabro), die nur mit Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde behandelt oder umgesiedelt werden darf.
  • Das Nest sitzt so tief im Hohlraum, dass Sie das Einflugloch nicht zweifelsfrei lokalisieren können.

Treffen zwei oder mehr dieser Punkte zu, dokumentiert eine fachgerechte Diagnose den Befall, bevor irgendetwas geöffnet wird – so wissen Sie genau, womit Sie es zu tun haben. Experta koordiniert dabei auf Wunsch auch das Genehmigungsverfahren bei der Naturschutzbehörde. Für handlungsbereite Haushalte in der Region steht die Schädlingsbekämpfung in Dortmund als erster Anlaufpunkt bereit.

Im weiteren Einzugsgebiet erreichen Sie den Kammerjäger für Kamen, falls Ihr Befall dort liegt. Den Kammerjäger in Unna kontaktieren Sie für den angrenzenden Kreis, und auch die Schädlingsbekämpfung in Bönen übernimmt die Befundaufnahme im jeweiligen Servicegebiet.

FAQ

F: Wie lange lebt ein Wespennest in der Wand?
A: Ein Wespenvolk ist einjährig. Es entsteht im Frühjahr, erreicht im Spätsommer seinen Höhepunkt und stirbt mit den ersten Frösten im Herbst ab (Umweltbundesamt). Das alte Nest wird im Folgejahr üblicherweise nicht erneut besiedelt; nur eine neue Königin könnte einen nahen Hohlraum wählen.

F: Kann man ein Wespennest in der Hauswand ausschäumen?
A: Nein. Bauschaum versperrt den Tieren den Ausgang, woraufhin sie sich laut NABU durch Dämmung oder Gipskarton in die Wohnräume vorarbeiten können. Das Ausschäumen verschärft die Gefahr und beseitigt das Nest nicht – der Hohlraum sollte erst im Winter und im leeren Zustand verschlossen werden.

F: Wie gefährlich ist ein Nest in der Dämmung oder im Rollladenkasten?
A: Die Gefahr steigt mit der Nähe zum Wohnbereich. Rollladenkästen liegen direkt am Fenster, sodass Tiere beim Öffnen in den Raum gelangen können. In EPS-Dämmung vergrößern Wespen den Hohlraum durch Abnagen. Für Allergiker und Kleinkinder besteht dabei ein erhöhtes Risiko bei Stichen.

Auf einen Blick: Wespennest in der Wand entfernen

  • Ein Wespennest in der Wand wird entweder bis zum Herbst belassen oder vom Fachbetrieb aus dem Hohlraum entfernt – das Einflugloch wird dabei niemals verschlossen.
  • Verschlossene Einfluglöcher können das Volk dazu bringen, sich durch Dämmung, Tapete oder Gipskarton nach innen zu arbeiten (NABU).
  • Wespen stehen nach § 39 BNatSchG unter allgemeinem Schutz, Hornissen (Vespa crabro) sind nach § 44 BNatSchG zusätzlich besonders geschützt – eine Tötung ohne vernünftigen Grund ist verboten.
  • Ein Wespenvolk ist einjährig und stirbt im Herbst ab; das Nest wird im Folgejahr üblicherweise nicht wieder besiedelt (Umweltbundesamt).
  • Akuter Handlungsbedarf besteht bei Allergikern, Kleinkindern, Einfluglöchern direkt am Wohnbereich oder hörbaren Fraßgeräuschen.
  • Bei Mietwohnungen trägt die Kosten der fachgerechten Entfernung in der Regel der Vermieter, da ein massiver Befall ein Sachmangel sein kann (Deutscher Mieterbund).
  • Fachbetriebe orten das Nest, etwa mit einer Endoskop-Kamera, bevor Fassade oder Dämmung geöffnet werden.
  • Den leeren Hohlraum verschließen Sie am sichersten erst im Winter, um eine Neubesiedlung im Frühjahr zu verhindern.

Kostenloses Angebot
Schnelle Hilfe bei Schädlingen.
Angebot kostenlos & unverbindlich
Schnelle Rückmeldung — meist innerhalb weniger Minuten
Diskreter Einsatz — ohne Aufsehen
IHK-geprüfte Kammerjäger
Keine versteckten Kosten
Ihr Experta-Team  – IHK-geprüfte Kammerjäger

Ihr Team vor Ort — diskret, schnell und erfahren.

Mo–Fr 7:30–18 Uhr · Sa 9–14:30 Uhr · Notfälle jederzeit

Kostenloses Angebot anfordern

Kurz ausfüllen — wir melden uns schnell mit einem klaren Preis. Kein Verkaufsdruck, keine versteckten Kosten.

🔒 100% diskret ✔ Kostenlos ✔ Unverbindlich
Im Ruhrgebiet und Rheinland in
0+
Städten für Sie im Einsatz
Wir kümmern uns um Ihre Probleme mit
0+
Schädlingsarten
Mit unseren Einsätzen sorgen wir für
0%
nachhaltige Schädlingsbekämpfung
Wir sind bei Schädlingsbefall meist in
0h
bei Ihnen vor Ort
Schädlingserkennung
Sie haben Schädlinge entdeckt?
Kostenlose Erstberatung sichern.
Schädlingserkennung

Sie haben Schädlinge entdeckt?
Wir helfen schnell, diskret & nachhaltig
Kostenloses Angebot
Schnelle Hilfe bei Schädlingen.
Angebot kostenlos & unverbindlich
Schnelle Rückmeldung — meist innerhalb weniger Minuten
Diskreter Einsatz — ohne Aufsehen
IHK-geprüfte Kammerjäger
Keine versteckten Kosten
Ihr Experta-Team  – IHK-geprüfte Kammerjäger

Ihr Team vor Ort — diskret, schnell und erfahren.

Mo–Fr 7:30–18 Uhr · Sa 9–14:30 Uhr · Notfälle jederzeit

Kostenloses Angebot anfordern

Kurz ausfüllen — wir melden uns schnell mit einem klaren Preis. Kein Verkaufsdruck, keine versteckten Kosten.

🔒 100% diskret ✔ Kostenlos ✔ Unverbindlich
Flächendeckend im Ruhrgebiet & Rheinland

Kammerjäger für Privat- und Gewerbekunden - unsere Einsatzgebiete

Die Kammerjäger der Experta Schädlingsbekämpfung sind für Sie da. In über 75 Städten in NRW sorgen wir dafür, dass Sie von hartnäckigem Schädlingsbefall nachhaltig & sicher befreit werden.

Unsere Top-Stützpunkte auf einen Blick

Wir sind in über 75 Städten in NRW für Sie da.

NRW Karte
Duisburg
Dortmund
Bochum
Düsseldorf
Bonn
Essen
Köln
Münster
Wuppertal
Dortmund
Bochum
Bonn
Duisburg
Düsseldorf
Essen
Köln
Münster
Wuppertal
Alle Stützpunkte ansehen

Karriere

Du suchst eine neue Herausforderung?
Wir suchen dich!
Unser Team ist regelmäßig auf der Suche nach Verstärkung.
Du bist zuverlässig & hast Lust mit uns Schädlinge zu bekämpfen?
Dann bewirb dich jetzt!
Stellenangebote ansehen

Kein Callcenter. Kein Subunternehmer. Kein Fremder an der Tür.

Wenn Sie unseren Kammerjäger anrufen, sprechen Sie direkt mit jemandem aus unserem Team – nicht mit einer Vermittlungszentrale, nicht mit einem Disponenten irgendwo in Deutschland. Wer Ihren Auftrag entgegennimmt, ist in der Regel dieselbe Person, die wenig später bei Ihnen klingelt. Persönlich. Bekannt. Überprüfbar.

  • Kein Vermittlungsportal – wir leiten keine Aufträge weiter
  • Eigenes Team – fest angestellte Techniker, keine Subunternehmer
Rufen Sie an – und Sie wissen sofort, mit wem Sie es zu tun haben.

Kostenloses Angebot anfordern →

📞 Schädlinge? Unser Kammerjäger hilft sofort.

0800 000 64 03 Jetzt anrufen